Ein Fußballdorf im Oberhaus (1949-1963)

Brieske/Senftenberg in der DDR-Oberliga


Die Begeisterung unter den Menschen in der Umgebung für die Fußballer aus Brieske/Senftenberg war enorm. Tausende strömten Woche für Woche in die Elsterkampfbahn, die dem Ansturm kaum noch gerecht werden konnte. Am 4. November 1953 wurde an der Fernverkehrsstraße, die den Ort durchquerte ein neues Stadtion eingeweiht. 35.000 Zuschauer bejubelten die damalige sowjetische Spitzenmannschaft von Torpedo Moskau die mit einem Spiel gegen die Oberliga-Elf der Knappen das Stadion eröffnete.

 In den Jahren folgenden Jahren sollte die neue Spielstätte Schauplatz der größten Briesker Erfolge sein. In einer spannenden Saison 1956 gelang Brieske der Sprung auf Platz 2 der Meisterschaft und durfte sich DDR-Vizemeister nennen. Der 3. Platz 1958 bewies, dass der Erfolg des kleinsten Oberligadorfes keine Eintagsfliege war. Die geplante Verlegung des Sportclubs nach Cottbus ging in den folgenden Jahren mit dem Leistungsverfall im Oberligakolletkiv einher. So musste die Mannschaft 1963 nicht nur den Gang in die 1. DDR-Liga antreten. Nein, die gesamte Mannschaft wurde nach Cottbus zum neugegründeten SC delegiert, aus dem 1966 die BSG Energie entstand.
Während der 13 Oberliga-Jahre gelang es insgesamt vier Brieskern sich für die A-Nationalmannschaft der DDR zu empfehlen.
Horst Franke (im Bild vorn), Heinz Krüger, Lothar Haak und Heinz Lemanczyk kamen in den 1950er Jahren für die DDR-Auswahl zum Einsatz.