LAOLA-Welle in der Niederlausitzhalle

Finalspektakel geht an Dynamo Dresden

An Spannung nicht zu überbieten, mussten die Entscheidungen des Briesker Traditionsturnieres vom 9m – Strafstoßpunkt fallen. Nachdem aus den Kaderlisten leider einige interessante Spieler nicht anreisten, waren die Spieler auf dem Briesker Kunstrasen umso motivierter den Pokal der Stadtwerke Senftenberg in die Höhe zu strecken.

Gruppe A

Da der 1.FC Union Berlin in Berlin und Senftenberg gleichzeitig zum Turnier antrat, war die Besetzung der Köpenicker nicht unbedingt die erste Garde und wurde von vielen unterschätzt. Erstmalig in Senftenberg war der VfL Wolfsburg zu Gast und sorgte mit Roy Präger und Jan Schanda für tolle Spiele. Aus der Brandenburger Region war auch der FC Energie Cottbus wieder zu Gast und komplettierte die Gruppe neben dem Gastgeber von Brieske/Senftenberg, die mit einem guten Kader an den Start gingen. Der gute Start von Union Berlin und der der Führung von 2:0 sorgte kurzzeitig für lange Gesichter beim FSV, doch Steffen Rietschel besorgte den Anschluss. Nachdem Rene Karow den alten Abstand wieder herstellte, war es Thomas Meyer, der nur noch zum 2:3 verkürzte. Auch Energie Cottbus führte schnell mit 0:2, musste aber nach dem Anschluss von Roy Präger in den Schlusssekunden den Ausgleich hinnehmen. In richtiger Torlust zeigte sich der VfL Wolfsburg im zweiten Spiel und überrannten den FSV Brieske/Senftenberg mit 6:2. Union Berlin sorgte mit dem zweiten Sieg für eine gute Ausgangssituation Richtung Finaleinzug. Stimmungsvoll ging es in das Ostderby zwischen Brieske und Energie Cottbus. Cottbus ging zweimal in Führung und Mirko Schulze und Thomas Kühn glichen diesen Rückstand jeweils aus. Holger Fraedrich rettete dem FC Energie mit dem 3:2 aber den 3. Platz in der Gruppe A. Im Abschlussspiel dieser Gruppe reichte Union Berlin ein Remis für da Finale und Torsten Schutt, Dirk Kamin und Philip Schindler sorgten für drei Führungen gegen den VfL Wolfsburg. Jan Schanda mit zwei Treffern und Ingo Vandreike schafften den jeweiligen Ausgleich, der für die Bundesligagäste am Ende aber nur für den zweiten Platz in der Gruppe reichte.

Gruppe B

Enttäuschend verlief nach Platz 5 im Vorjahr auch in diesem Jahr der Auftritt von Borussia Dortmund. Mit den ehemaligen Bundesligaspielern Frank Mill, Steffen Karl, Giovanni Federico und Francis Bugri blieben die Schwarz-Gelben in der Gruppe ohne Punkte. Die Gruppe eröffneten die beiden Finallisten des Vorjahres zwischen Wismut Aue und Dynamo Dresden. Wie im Finale 2015 lieferten sich beide Mannschaften ein packendes Spiel und kamen zum 2:2 Remis. Der 1.FC Magdeburg  zeigte mit dem 3:1 gegen Dortmund, dass mit den Bördeländern an diesem Tag auch zu rechnen sein könnte. Diese Hoffnung zerstörte Dynamo Dresden im zweiten Gruppenspiel und gewann gegen den 1.FC mit 5:1. Maik Wagefeld und Lars Jungnickel drehten vor dem Tor auf und zelebrierten tolle Tore. Gegen Aue wollte Dortmund die Auftaktniederlage wettmachen, führte auch schnell durch Frank Mill und Günther Breitzke mit 2:0. Die Veilchen schlugen aber schnell zurück und kamen in der Schlussminute zum 2:2 und zum Siegtreffer. Udo Tautenhahn und Ronny Jank drehten die Partie innerhalb von weniger Sekunden. Einen wichtigen 4:0 Sieg legte Wismut Aue gegen den 1.FC Magdeburg vor und musste nun hoffen, dass Dynamo Dresden nicht mit Zwei-Toren-Vorsprung gegen Dortmund gewinnt. Es blieb auch nur wenige Minuten torlos und Lars Jungnickel sorgte mit seinen Treffern für das notwendige 2:0. Giovanni Federico hatte aber noch etwas für die Spannung übrig und sorgte mit seinem 2:1 Anschluss für ein Novum in der Hallenserie des FSV. Dynamo Dresden und Wismut Aue lagen nach diesem Spiel punkt- und torgleich bei einem Remis im direkten Vergleich auf Rang 1, so dass ein 9m Shoot-Out zwischen Udo Tautenhahn von Aue und Lars Jungnickel entscheiden musste. Oliver Herber, der im gesamten Turnier wieder tolle Paraden zeigte, parierte den Schuss von Udo Tautenhahn und Lars Jungnickel traf, so dass die Dynamos in das Finale einzogen.

Die Spiele um Platz 7 und 5 fanden vom 9 Meter Punkt Ihre Entscheidung, was nicht bei jedem Zuschauer Zustimmung fand. Brieske/Senftenberg setzte sich gegen Borussia Dortmund mit 3:2 durch und kam auf Rang 7 ein. Borussia Dortmund blieb damit nur der letzte Turnierplatz. Das Spiel um Platz 5 entschied Energie Cottbus gegen den 1.FC Magdeburg für sich und hatte mit Mario Duck ebenfalls einen sehr guten Torhüter in den eigenen Reihen.

Fußball in seiner perfekten Leidenschaft bescherten die Wolfsburger und Auer Spieler im Spiel um Platz Drei. Roy Präger und Gerald Schröder brachten den VfL mit 2:0 schon fast sicher auf den dritten Rang. Wismut Aue hatte aber etwas dagegen und Danilo Kunze, Udo Tautenhahn und Dirk Rettig drehten die Partie mit tollen Angriffen.

Die Stimmung auf den Siedepunkt brachten die 1300 Zuschauer in der ausverkauften Niederlausitzhalle im Finalspiel. Philip Schindler sorgte mit einem tollen Angriff für die Führung der Köpenicker und Marco Möwe erhöhte in Minute 11 auf 2:0. Die LAOLA-Welle schwappte durch das Rund und sorgte für zusätzlichen Antrieb bei Dynamo Dresden. Thomas Neubert schaffte 90 Sekunden vor dem Ende den Anschluss und Torjäger Lars Jungnickel zeigte 30 Sekunden vor dem Ende, dass er nichts verlernt hat und traf zum Ausgleich, so dass das 9m Schießen entscheiden musste. Rene Karow traf nicht gegen Oliver Herber und Silvio Schröter brachte Dynamo in Führung. Marcus Appel traf für Union nur die Latte und Thoma Neubert sorgte für das 2:4. Nachdem Dirk Kamin für Union noch einmal verkürzte war es Andre Stiehl, der den Sieg für Dynamo Dresden besiegelte.

Aus den Händen vom Geschäftsführer der Stadtwerke Senftenberg, Detlef Moschke, nahmen Heiko Mittelstädt (Brieske/Senftenberg) als bester Torhüter, Roy Präger (VfL Wolfsburg) als bester Spieler und Lars Jungnickel (Dynamo Dresden) als bester Torjäger die Individualehrungen in Empfang. FSV-Präsident Herbert Tänzer zeigte sich nach dem Turnier zufrieden und lud alle Zuschauer 2017 wieder ein, wenn die Knappen versuchen wollen die Zuschauerkapazität noch einmal zu steigern und das Teilnehmerfeld noch attraktiver zu gestalten.

 

LAOLA-Welle schwappt durch die Niederlausitzhalle

Nach tagelangen Aufbauarbeiten, schleppen von Bierzeltgarnituren, Aufbau von Tribünen, Sponsorenbanden und vielen wichtigen Kleinigkeiten sollte das Highlight der 43. Hallenturnierwoche mit der Turniereröffnung um 13.30 Uhr starten. Der Beginn war dann aber auch der einzige Makel an dem Traditionsturnier, was durch die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer in mühevoller Kleinarbeit hervorragend vorbereitet wurde. Zahlreiche Besucher standen bereits ab 12.00 Uhr vor der Niederlausitzhalle und positionierten sich, um beste Plätze im Block B einzunehmen. So war es auch nicht verwunderlich, dass mit der Öffnung der Einlasstüren die 1.300 Zuschauer in die Niederlausitzhalle strömten. Begleitet vom Hauptsponsor des FSV Brieske/Senftenberg, Detlef Moschke (GF Stadtwerke Senftenberg) und dem Bürgermeister der Stadt Senftenberg, Andreas Fredrich, eröffnete Herbert Tänzer gegen 13.45 Uhr das Turnier. Nach einer Tanzeinlage der Showgruppe „Seven Up“ aus Meuro, bei dem manche Spieler schon zeigten, dass die Hüften immer noch gelenkig sind, führte die Magdeburger Legende Achim Streich den offiziellen Ehrenanstoß mit Detlfef Moschke durch. Während der Turnierspiele sorgte das Versorgungsteam um Heiner Lißowski für die reibungslose Versorgung der Zuschauer, die in diesem Jahr neben dem regulären Versorgungsbereich auch am weiteren Stand hinter der Zusatztribüne Ihren Durst stillten. Das gegen Ende des Turniers das Bier knapp und weitere Fässer nachgeordert wurden zeigt, dass das Turnier neben spannenden Spielen auch für durstige Kehlen sorgte. Die vielen Zuschauer sorgten im Finalspiel dann auch für ein Novum in der langen Geschichte der Hallenturniere des FSV Brieske/Senftenberg. Die LAOLA-Welle wurde von Moderator Andreas Gröbe initiiert und über die große Zuschauertribüne, die Zusatztribüne und den VIP-Bereich schwappte die Welle zweimal durch die Halle und sorgte dabei nicht nur bei den Zuschauern für Gänsehautstimmung. So äußerte sich Thomas Neubert vom Pokalsieger Dynamo Dresden auch vollumfänglich zufrieden und begeistert vom Briesker Turnier: „Diese geile Stimmung, die tolle Organisation, bei diesem Turnier passt einfach alles. Wir treffen hier viel alle Weggefährten, können Kontakte aufrechterhalten und freuen uns endlich den Pokal mal nach Sachsen nehmen zu können. Es ist schön, dass trotz des natürlich immer vorhandenen sportlichen Ehrgeizes ein faires Turnier zu Stande kam und wir 2017 natürlich unseren Titel verteidigen wollen.“ Beim gemeinschaftlichen Austausch im VIP-Zelt nach dem Turnier wurde dann auch bei Kaltgetränken und heißen Rhythmen das nächste Traditionsturnier in das Auge gefasst und scherzhafte Kampfansagen der unterlegenen Teams machten die Runde.

Stimmen:

Andreas Heiden (Marketingverantwortlicher FSV Brieske): Wir haben es wieder geschafft ein Event seines gleichen auf die Beine zu stellen. Dank der vielen Sponsoren und Helfer habe ich viele zufriedene Gesichter auf der Zuschauertribüne gesehen, die für ein faires und friedliches Turnier sorgten.

Herbert Tänzer (Präsident FSV Brieske): Eigentlich bin ich sprachlos, denn was wir dieses Jahr geschaffen haben, ist fast schon einmalig gewesen. Vom Verein kann ich nur allen Helfern ein großes Dankeschön aussprechen, denn nur mit diesen ehrenamtlichen Helfern sind solche Veranstaltungen überhaupt durchführbar und dazu zähle ich auch die vielen Sponsoren, die mit Geld- und Sachspenden für die Mannschaften und das Umfeld sorgen.

Detlef Schwandt (Zuschauer aus Senftenberg): Es war ein tolles Turnier mit hohem sportlichem Wert. Die ausverkaufte Niederlausitzhalle könnte im nächsten Jahr aber noch ein wenig mehr Stimmung durch die Zuschauer vertragen, denn das haben sich die Organisatoren auch verdient. Die Briesker Knappen haben sich als Gastgeber gut und teuer verkauft.

Sabine Radke (Zuschauerin aus Senftenberg): Es freut mich, dass ich als Dortmundfan die Schwarz-Gelben sehen durfte und bin dennoch von den Ergebnissen der Mannschaft enttäuscht. Leider hat es auch nicht mit einem Autogramm von Frank Mill geklappt, aber bei so einem tollen Turnier ist das kein Problem.